
„Der Schöpfer
liefert die Nahrung, der Teufel schickt den Koch!“
In meinem letzten Buch „Rohkost statt Feuerkost“ habe
ich auf Seite 40 einen solchen Tag geschildert. Dennoch kommen
immer wieder Anfragen, die „unsere“ persönliche
Ernährung noch genauer geschildert haben möchten. Du
mußt zuerst Wissen, um zu Wollen (Prof. Ude). Wenn aber
das Tun nicht folgt, ist alles Wissen Mumpitz!
Wir ernähren uns das ganze Jahr, gleichgültig, ob
es Sommer- oder Winterzeit ist, vorwiegend von der besten Nahrung
dieser Erde, auf der die Menschheit aufgebaut ist, von Früchten.
Dabei verzichten wir weitgehend auf teure Tropennahrung, die
wir natürlich genießen, wenn wir in diesen Gebieten
weilen, wie jetzt gerade einige Wochen in Florida. Mit Ausnahme
von Bananen und Zitrusfrüchten sollten wir uns von der Nahrung
ernähren können, die um uns herum wächst!
Die modernen Lagerhallen in den
(Elbe-) Obstanbaugebieten oder im Bodenseeraum gestatten eine
ganzjährige Versorgung mit
wundervollen Äpfeln. Diesen Hallen wird Sauerstoff entzogen
und Stickstoff zugeführt, also eine biologisch richtige
Lagerungsmethode.
Ferner versorgen wir uns weitgehend
aus normalen Supermärkten,
also aus kommerziellem Anbau. Es wäre wunderbar, könnten
wir uns mit Produkten aus kontrolliertem Bioanbau eindecken.
Wir gehen aber bewußt den Weg, den auch die Masse gehen
muß. Ross Horne (den ich häufig in meinen Büchern
erwähne), der frühere Kapitän und Ausbilder der
australischen staatlichen Quantas-Airline hat mich darin bestärkt,
denn er erklärt in seinem letzten Buch: „cancer proof
your body“ („Mach‘ Deinen Körper krebsfest“),
daß er seit 19 Jahren ausschließlich Früchte
ißt, und sich diese aus den Supermärkten besorgt.
Ross war, wie ich, ein früherer Brot- und Getreidemann!
Diese krankmachende Kleisterkost mit gefährlichen Spätschäden
führte auch ihn zu Früchten, der idealen Bestkost!
(Siehe Ross Beitrag: „Körner für die Vögel“,
den ich in „Natürlich Leben“ brachte, ich werde
diesen Beitrag in „Wandmaker aktuell“ wiederholen) Um Pestizide zu beseitigen, sollte man Obst immer gut mit heißem
Wasser abspülen.
Morgens und abends essen wir nur
Früchte. In der Saisonzeit
werden natürlich Saisonfrüchte bevorzugt. Ich habe
vor meinem Grundstück ca. 4.000 m2 mit vielen verschiedenen
Obstbäumen angebaut, im Herbst noch 2 Walnußbäume
gepflanzt. Jeder nimmt sich, was er in dem Augenblick am liebsten
mag. Aufgrund ihres Reichtums an Vitaminen und Mineralstoffen
und des hohen, leichtverdaulichen Fruchtzuckeranteils versorgen
Früchte Deine 75 Milliarden Zellen sofort mit vitaler Kraft.
Wir brauchen in erster Linie als Energiestoff: zu 90 Prozent
Glukose/Fruktose. Die liefert Dir das Obst am schnellsten und
leichtesten. Ganz gleich, was Du ißt, für den Körper
ist es nicht verwendbar, bevor es nicht zu Glukose verarbeitet
wurde. Fruktose aus Früchten wird zügig und leicht
in Glukose umgewandelt.
Neuere Forschungen belegen, daß der
Mensch Fruktose direkt aus Früchten verwerten kann. Wenn
Du Fertigeiweiß, also Fleisch, Fisch oder Milchprodukte
ißt, verlierst Du 70 Prozent Energie durch die mühselige
Verdauungsarbeit, nur 30 Prozent verbleiben als Kraft! Tiereiweiß mit
dem großen Fettanteil darin beschert Dir also in Wirklichkeit
eine negative Energiebilanz und hübsche, zähe, gelbe,
kautschuckartige Ablagerungen in Deinen Herzkranzgefäßen
(Infarkt) und Deinem Gehirn (Schlaganfall, Alzheimer, Parkinson)!
Der hinterlassene Eiweißmüll ist Krebsmüll!! Was Du als scheinbare Kraft spürst, ist nichts weiter als
falscher Antrieb (Stimulans) durch Leichengifte auf Kosten Deiner
Gesundheit!
Wie große Mengen? Als Mahlzeit genügen je zwei Äpfel
oder Apfelsinen oder Bananen. Oder 1 Apfelsine, 1 Apfel und 1
Scheibe Ananas. Diese Menge ist für uns leicht ausreichend.
An kalten Tagen sollte man mehr Bananen, Trockenfrüchte,
Datteln und Feigen essen. Gewöhne Dich daran, 5 Stunden
Abstand zwischen den Mahlzeiten einzuhalten, damit alle Reste
in Deinem Verdauungssystem vollständig verdaut werden können.
Das einsetzende Gefühl der Leere gibt Dir wunderbaren Schwung!
Die meisten Mägen und Bauchspeicheldrüsen sind durch Überessen stark vergrößert. Führe diese in die ursprüngliche
schlanke Form zurück. Dann verspürst Du weder Hunger
noch Appetit. Im Übergang kannst Du natürlich eine
Banane oder einige Nüsse zwischendurch zu Dir nehmen. Übrigens
ist das Überessen das größte Übel bei allen
Ernährungsformen!
Für Prothesenträger: Anläßlich einer Zahnsanierung
(Implantate) konnte ich einige Wochen nicht kauen. Da habe ich
mir dieses Rezept ausgedacht: Fülle einen starken Mixer
mit dem gereinigten Obst und zerkleinere intensiv. Diese homogene
Masse schmeckt so wunderbar, daß wir dieses Obstmixgetränk
auch heute sehr oft an Stelle des ganzen Obstes löffeln.
Zuerst stark wasserhaltiges Obst, wie Weintrauben, in den Behälter
tun, damit die Masse sich auch verquirlen läßt. Es
hat große Vorteile. Durch das Pürieren bekommen unsere
Verdauungsenzyme eine viel größere Angriffsfläche,
so daß diese herrlich schmeckende Masse ganz leicht verdaut
und viel mehr Nährstoffe daraus gewonnen werden. So benötigt
man weniger Nahrung. Man spürt kein Verdauungsorgan mehr!
Soll die Masse fester sein, kann man einige Bananen mit untermischen!
Weitere Vorteile: Das Obst wird ein wenig warm, gut in der Winterzeit
oder im Übergang zur Obstrohkost. Beachte aber, daß Wärme
grundsätzlich in einem sauberen Körper aus elektrischer
Energie gebildet wird und nicht aus zugeführten Nährstoffen.
Ein Faster friert nur in den ersten Tagen! Wie häufig friert
ein Säufer trotz Zufuhr von großen Alkoholkalorien
sich zu Tode! Damit Oxydation vermieden wird, diese „Obstsuppe“ sofort
genießen!
Obsttorte: Aus dieser Masse kann
man eine herrliche Obstrohtorte herstellen. Man braucht diese
soeben beschriebene
Masse nur mit
Agar-Agar zu festigen. Zur Dekoration kann man einige ganze Fruchtstücke
einmischen oder oben auf tun. Von dieser supergesunden Torte
sind auch Gäste immer begeistert. Wer sonst gutbürgerlich
lebt, kann mit Sahne dekorieren!
In meinem Antikochbuch berichtete
ich über Dr. med. Rosendorff,
der als Hauptursache der meisten Erkrankungen die starke Magenerweiterung,
Ptose (oft bis zur Blase hinunter), verantwortlich machte. In
dieser Grube reizt und gärt es unaufhörlich, besonders
bei Ständigessern, die ihr Verdauungssystem nie zur Ruhe
kommen lassen. Gärende Massen erzeugen schädlichen
Fuselalkohol, der besonders dem Herzen stark zusetzt (Roemheld).
So entsteht außerdem ein Appetitreiz, der fälschlicherweise
für Hunger gehalten wird. Überwinde diesen Reizhunger
durch einige Tage Fasten. Dann geht auch der Magen in die natürliche,
schlanke Form zurück!
Ferner berichtete ich über den US – Arzt Dr. Howell,
der bei vielen Erkrankten eine Vergrößerung der Bauchspeicheldrüse
um das 2 ½ fache feststellte. Die vielen für Vögel
(Kropf) vorgesehenen Körnerprodukte sind die Hauptursache.
Körner und Samen aller Art haben von der Natur aus ein Antienzym
mitbekommen, das die Verdauung erschweren soll, denn es soll
ja eine neue Pflanze entstehen. Aufgrund seiner praktischen Erfahrungen
wurde Dr. Howell ein Früchteesser! Er lebte zuletzt mit
90 Jahren in Ft. Meyers/Florida.
Zum Mittagessen: Hier lasse ich mal meine Frau Lore sprechen:
„Unsere Nahrung ist nie einseitig, jede Hausfrau oder
Mutter hat das Wohl der Familie in der Hand. Unser Rohkostteller
sieht schön bunt aus. Ich versuche immer, grünes, rotes,
weißes und oranges Gemüse einzeln oder gerieben auf
den Teller zu bringen. Je ½ Avocado pro Person wird zumeist
mit Tomaten, Zuchini oder Kohl (etwas Zitronensaft als Gewürz)
vermischt, damit alles saftig wird und gut mundet. Gibt es Papaya,
bekommt jeder eine schöne Scheibe. So läuft einem das
Wasser im Munde zusammen. Pünktlich kommt mein Helmut zum
Essen, dann habe ich oft schon von meinem Teller genascht! So
klingt alles ganz simpel und einfach, und das ist es auch!
Unsere Kinder leben zum Teil so
wie wir. Sie bestätigen
inzwischen, daß ein „Schlechtessen“ Ihnen nicht
mehr bekommt und ein schlechtes Gewissen hinterläßt.
Unsere 6 Enkel lieben unsere oben geschilderte „Obstsuppe“.
Lore Wandmaker
Einen kleinen Kompromiß an den Kochtopf würde ich
besonders im Übergangsstadium zulassen: Manchmal einige
Pellkartoffeln! Noch besser sind Backkartoffeln. Eine große
rohe Kartoffel halbieren, mit etwas Olivenöl bestreichen
und auf einem Backblech kurz backen. So geht nach Arnold Ehret
die schädliche, kleisternde Stärke verloren. Nicht
zu viel Gemüse durcheinandermischen. Es gilt wie beim Obst:
So einfach wie möglich! Denke immer an mein Zitat: „Variation
(Abwechslung) führt zur Gefräßigkeit!“ Eine „leckerschmeckige“ Rohkost,
wie sie der Heilpraktiker Spiller praktiziert, ist ernährungsmäßiger
Unsinn. Das sind völlereiähnliche Mischungen, die auch
die meisten Rezepte in den vegetarischen Kochbüchern in
Fülle bieten! Sie sind Kompromisse und können auf die
Dauer nicht zu einer Vollgesundheit führen!
Unser Tomatenhaus: Nach dem Prinzip
von Heinz Ervens größerer
Tomatenanlage habe ich eine kleinere erstellen lassen: Eine viereckige
Holzkonstruktion wird an drei Seiten und oben mit durchsichtigem
Polyester abgedichtet. Die Front zum Süden bleibt offen.
Einige Nirostaketten werden von den unteren Balken an die Deckenbalken
gespannt, an denen sich die Tomatenstauden hochranken können.
Die Humuserde wird automatisch bewässert. Eine tägliche überreichliche
Tomatenernte bis in den späten Herbst hinein ist der Lohn!
Tomaten lieben keinen starken Regen und keinen Wind, aber viel
Sonne und Feuchtigkeit. Am Boden gedeihen in diesem Klima bestens
Zuchinis und Gurken. Tomaten sind herrliche Gemüsefrüchte!
Sind wir selbst zufrieden? Ja,
immer, wie oft sagen meine Frau und ich das (wir sind nur noch
zwei im Haushalt)
nach der Mahlzeit: „Wie
hat uns das wieder gut geschmeckt!“
Wer die Rohkostlebensweise
begriffen hat, sollte keine Rezepte benötigen. Daher hat Arnold Ehret auch auf wiederholtes
Nachfragen nie Rezepte herausgegeben. Auf Seite 148 seines Hauptbuches „Die
schleimfreie Heilkost“ schreibt er: „In der Natur,
wie sie im Tierreich besteht, gibt es überhaupt kein Vermischen.
Die ideale und natürlichste Art des Essens ist die Mono – Ernährung.
Eine Sorte frisches Obst, das gerade Saison hat, sollte eine
Mahlzeit bilden, und Sie werden sich besser genährt fühlen.
Dieser Zustand kann sich natürlich nicht einstellen, bevor
Sie ihren Körper gründlich von Giften, Schleim oder
nennen Sie es fremde Bestandteile, gereinigt haben....“
Die Rezepte in seinem
Antischleimbuch haben also seine Nachfolger und Verleger
ohne sein Wissen schamhaft
mit „heutige Ehret-Methode“ hinzugefügt! Ehret blieb sich immer treu. Ein
Früher oder Heute gibt
es nicht bei ihm! Mehr als in seinem 1911 herausgegebenen Buch „Kranke
Menschen“ braucht man über eine natürliche Lebens-
und Ernährungsweise nicht zu wissen. Noch gibt es das kleine
Buch Ehrets, in dem der Text aus dem Buch von 1911 eingegangen
ist: „Vom kranken zum gesunden Menschen durch Fasten“ beim
Waldthausen-Verlag. Sichern Sie sich ein Exemplar, bevor auch
dieses Buch, wie das von Aterhov, nicht mehr nachgedruckt wird.
Aus diesem gleichen Grund
gibt es auch bei mir spärliche
Rezeptangaben nur für den Übergang! Fantasie ist gefragt.
Statt Kuchenrezepte tausche mit Deinen Bekannten für den Übergang
oder einen erwarteten Besuch Rohkostrezepte aus!
In der Saison sollte man die herrlichen
Erdbeeren, Trauben oder Pflaumen ganztäglich genießen!
„Für jedes Abweichen von der Idealnahrung (Früchte)
muß der Preis entrichtet werden“
Helmut Wandmaker