Arnold Ehret, dem großen deutschen Fasten- und Rohkostpionier gewidmet, der schon vor 100 Jahren den Naturweg erkannte!


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Wa Ausgabe 19
Helmut Wandmaker
Zum Geleit aufs Neue Jahr!

Es kommen unzählige Anrufe zu uns mit hilfloser Stimme: „Herr Wandmaker, ich habe plötzlich das und das bekommen!“ Selbst Krebskranke sind darunter! Ich brauche nur zu fragen, was haben Sie falsch gemacht, was haben Sie gegen die allmächtigen Naturgesetze getan? Dann kommt zu-meist nach mehrmaligem Nachfragen, ich bin der Gewohnheit erlegen und habe wieder „ge-sündigt“! Ich weiss, dass dieses das grosse Problem bei allen Rohköstlern ist. Man meint, ich habe jetzt so lange gesund gelebt, jetzt kann ich auch einmal vom Wege abgehen und etwas Totes, Fal-sches essen. Das geht einige Zeit, aber dann kommt der Rückfall in die alte Krankheit!

Ich kann dabei natürlich gar nichts tun. Das ist Dein ureigenes Problem, das Du nur allein lösen kannst. Das Problem ist bei allen Fehltritten gleich, ob bei Rauchen, Saufen, Totes essen, zuviel Brot, Kuchen usw. Es sind leichtfertige Süchte, die NUR Du beseitigen kannst. Es gibt da kein Pa-tentrezept. Am besten sind einige Tage Fasten und geistiges Abschalten. Der Rummel um uns herum ist zu gross geworden! Niemand hat anscheinend mehr Zeit, man merkt das besonders am hastigen, rücksichtslosen Autofahren! In Wirklichkeit hast Du viel mehr Zeit als früher, weil wir heute in grosser Anzahl arbeitserleichternde Maschinen haben. Überlege mal, wie viel unnütze Plapperei Du täglich machst! Das sind alles Energieverluste, selbst das gedankliche Plappern kos-tet wertvolle Energie, die Dein Körper wieder aufbauen muss. „Bringe Dein Bewusstsein (Über- und Unterbewusstsein) zur Ruhe!“, fordert immer wieder die noch lebende Vimala Thakar. Über sie bitte in meinem Hauptbuch nachlesen!

Wenn Du es allein nicht schaffst, gehe in ein kleines, ruhiges, gutgeführtes Kurheim wie zu Elke Neu, bei der ich jahrelang Vorträge gehalten habe. Eine angeheiratete Kousine von mir schaltet dort ab. Sie wird auf den richtigen Naturweg zurückgeführt. Dann geht es alles wieder leichter.

Foto: Vimala Thakar


Anrufe bei unserem kleinen Team führen nicht zum Ziel. Wir können nur moralisch aufrüs-ten. Eine Holländerin, die seit Jahren anruft, fühlt sich schon wohler, wenn sie meine Stimme hört. Ihr Mann sollte der wichtigere Partner sein, aber der lebt „gut bürgerlich“ mit Schimp-fen auf das Anderssein seiner Frau!

Wer im christlichen Glauben Unterstützung findet, sollte häufiger die Bibel lesen. Leider sind die Prediger im Allgemeinen keine Vorbilder. Ich habe 1955 den damals in Husum predigenden Pastor Dr. Skriver kennen gelernt, der schon Plastikschuhe trug, weil er als konsequenter Vegetarier keine Tierkörper ass noch diese irgendwie schädigte. Er schrieb mehrere sehr gute Bücher und berief sich immer auf das Urevangelium. Darin steht: „Du sollst nicht töten, weder Mensch noch Tier!“ Das ist das grosse Han-dikap auch für die überzeugten Christen: Auch das Tier sollst Du nicht töten! Tierkost bringt Dir Elend und Krankheit! Schau Dir die heuti-gen stark beleibten Bischöfe und Prediger an, den Papst nicht ausgenommen!


Wer geht in die Wüste und fastet 40 Tage und Nächte lang, wie Jesus? Unser Altmeister Prof. Arnold Ehret hat es ihm nicht nur nachgemacht, sondern mit 49 Tagen Fastenzeit Jesus 9 Ta-ge überholt. Man kann heute ruhig manchen Prediger fragen, ob er jemals Jesus das Fasten zur Reinigung von Körper und Seele nachgemacht hat: Fast immer Fehlanzeige. Man soll nicht immer von Erlösung reden, wenn man es selbst nicht fertig bringt. „Werfe alle Last auf mich, ist eine Irr-lehre, wenn man selbst nur die Früchte anderer im „Himmel“ ernten will! Die meisten glauben nur an die Botschaft, dass sie im Jenseits das schmerzfreie, glorreiche Engelsleben ohne persönliche Anstrengung geschenkt bekommt!

Der Glaube versetzt Berge, aber niemand weiss, was hinter-her kommt. Sicher kennen wir unser lebendiges Leben hier auf der Erde. Nimm es in Deine Hände und führe es als Vorbild zum guten Ende.

Schon der österreichische, katholische Religionslehrer Prof. Dr. Ude sagte uns 1951 auf der ersten deutschen Volksgesundheitswoche in Koblenz, an der meine Frau und ich teilnahmen: „Du musst zuerst wissen, um zu wollen. Das Wissen kann uns jemand beibringen, aber nicht das Wollen!“

In seinem Buch „Mehrleistung“ schreibt er:
„Wie soll z.B. das Kind Charakterfestigkeit erlernen, wenn es den Zwiespalt und die Heuchelei sieht, die zwischen dem Denken, Reden und Tun so vieler Erwachsener bestehen? Wie soll ein Kind das Christentum lieben und achten und es üben lernen, wenn z.B. Vater und Mutter sich um ihr Christentum nicht kümmern oder gar verachten und lächerlich machen? Kein schlimmerer Feind der Charakterbildung als die religiöse Heuchelei unserer Zeit!“
Foto: Prof. Johannes Ude

Österreichische Ernährungsfachleute kennen heute nicht einmal mehr dem Namen nach Prof. Ude. Meine Frau und ich haben sein Grab aufgesucht und manche Leute ausgefragt, die Ude noch kannten und wie er wohl gelebt hat. Der aufrechte Mann starb mit 93 und blieb bis zum Tode bei seiner Erkenntnis gesunder Lebensweise und führte sie persönlich durch. Als katholischer Pastor hat er leider keine Nachkommen. Man sollte endlich das menschenfeindliche Zölibat aufheben. Übrigens habe ich von Prof. Ude einen Teil meines Titels für mein Hauptbuch übernommen: „Willst Du gesund sein!“ Unter diesem Titel ist ein weiteres wichtiges Buch von ihm erschienen. Leider sind alle Ude – Bücher nicht mehr zu bekommen.

So kommen wir zurück auf das vorne gesagte: „Wie bleibe ich bei der guten Sache?“ Indem ich jeden Tag das Gute vollbringe und dabei bleibe!

 

„Kompromisse führen über Kompromisskrankheiten zum Kompromisstod!“

 

 


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Vimala Thakar
Vimala Thakar: Am Ufer des Lebens
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